Kartenname: Sandros Rache
  (Teil 4 von "Der Aufstieg und Fall von Sandro")
Datum: 15. Mai 2008
Autor und Mapmaker: ByteBandit (lightmage55@yahoo.com)
Deutsche bersetzung: Koni (lewikon@t-online.de)
Datei-Name: Sandros Rache.h3m (engl. Version Sandros Revenge.h3m)
Zustzliche nderungen und Text: Muszka (dev7l@yahoo.com)
Gre: Extra Large mit Untergrund
Version: Heroes of Might & Magic III (In the Wake of Gods v3.58f)
Sieg-Bedingung: Das Artefakt 'MdDV' nach Axeoth bringen
Niederlagen-Bedingung: Roland den Hexer verlieren
Zustzlicher Hinweis: Auf keinen Fall Finneas oder Sandro verlieren. Andernfalls kann das Spiel nicht beendet werden. 
Kartentester: Muszka, ByteBandit, Corlagon


Beschreibung

     "Roland?", rief Catherine und rttelte an den Toren der 'Schmiede' [Forge Zown]. "Roland!?", bettelte sie dann und begann zu schluchzen. "Roland!!", schrie sie schlielich. "Lieber Gott! Was ist nur geschehen?" Sie sank zu Boden und begann, hemmungslos zu weinen.
     "Er ist an einen anderen Ort bergegangen, mein Kind", sprach eine tiefe Stimme zu ihr aus dem Nichts.
     "Wohin?", schniefte sie. "Wohin ist er gegangen?", bat sie nun instndig.
     "Vor langer Zeit, noch bevor AvLee die heute bekannte Welt formte, war das Land wild und die Kreaturen todbringend. Und Gtter wandelten auf der Erde und wetteiferten miteinander um die Kontrolle ber die Welt, in dem Land, das Ihr Deyja nennt."
     "Deyja?", fragte Catherine verblfft. "Davon habe ich gehrt, ja. Aber das ist schon lange her. Lange bevor die IronFists berhaupt existierten." Sie schwieg eine Weile, um das alles zu verarbeiten. "Aber wie kann das sein?"
     "Knig Roland brachte die verfluchte 'Macht des Drachenvaters' in die Schmiede, zur Forge Town. Er wusste, dass ihm, wenn er das tat, eine sichere Passage zurck in Eure Welt garantiert wrde. Doch stattdessen wurde er von Sandro selbst hereingelegt, der ihn an einen anderen Ort in der Zeit versetzte. In eine Zeit, als der 'Drachenvater' so vielen so vieles bedeutete."
     "Dann lebt er also noch?", fragte sie die Stimme.
     "Das ist schwer zu sagen. Es hngt alles davon ab, wer den grten Einfluss mit dem 'Drachenvater' hat oder davon, wen Du fragst. Viele aus der Unterwelt beanspruchen den Ruhm durch seine Macht. Viele glaubten, dass der mchtige Nekromant Finneas Vilmar Macht ber alle besa. Manche sagen, Xeron htte die lngste Zeit ber den grten Nutzen an dem Objekt gehabt. Andere verehrten Alamar, da sie ebenfalls glaubten, er bese das Artefakt. Doch einige Berichte deuten auf Sandro hin als den letzten, der damit gesehen wurde", gab die Stimme zurck.
     "Warum sollte es davon abhngen, wer den grten Einfluss auf diesen 'Drachenvater' hat? Sie sind doch alle gleich. Sie alle sehen die Welt von AvLee als IHR Reich an."
     "Und Du und Roland etwa nicht!? Ihr habt euren Besitz genauso sehr ausgedehnt, wie sie es taten. Wenn nicht noch mehr, indem Ihr die wertvollen Teile von AvLee an Euch gerissen habt! In einer Hinsicht sind wir Gtter erfreut darber, dass der Machtkampf zwischen Gut und Bse geendet hat, irgendwie fr den Moment," rhrte die Stimme. "Aber um Deine Frage zu beantworten, warum es etwas ausmacht, wer die 'Macht des Drachenvaters' besitzt, nun, das ist etwas, was ich dir nicht offenbaren kann. Wir Gtter halten es fr unntig, unsere Eigenart den menschlichen Wesen erklren zu mssen."
     Catherine bedachte noch einmal, was ihr dieser Gott enthllt hatte. Sie schien gleichermaen verwirrt und besorgt. Nachdem sie die Dinge abgewogen hatte, fragte sie den Gott: "Gibt es etwas, was ich tun kann? Gibt es irgendeinen Weg, wie ich meinem Ehemann helfen kann?"
     "Ja, es gibt einen, mein Kind. Du solltest zurckreisen in Deine Heimatwelt von Erathia und dort auf ihn warten. In der Zwischenzeit knntest Du darber nachdenken, wie Du Dir die Fortentwicklung der Zukunft von AvLee vorstellst. Es darf hier keine weiteren Kriege geben. Wir Gtter sind ihrer mde. So, wie es jetzt ist, haben wir uns unsere Welt nicht vorgestellt."
     Catherine hielt fr einen Augenblick inne. "Ich werde tun, wie Ihr verlangt, mein allmchtiger Gott. Ich habe ebenfalls das Blutvergieen, den Tod und das Sterben satt. Es wre wundervoll, wenn wir das alles gemeinsam aufhalten knnten."
     "Du bist klug, Catherine. Du bist schon immer klug gewesen. Und Du zeigst Anzeichen eines guten Herzens. Bewahre Dir dieses Vertrauen ebenso in Rolands Weg. Vielleicht wird es ihm eine baldige Rckkehr ermglichen, zurck in diese Welt. Er wird all die Gebete ntig haben, die Du ihm geben kannst. Das Schicksal Eurer Welt hngt von dem Glauben an AvLee ab, durch Roland. Geh! Geh nun und lass alle von Rolands Reise nach Deyja wissen. Und mgen wir Gtter ihm beistehen!"
     "Ja, Gott. Ich werde tun, wie Ihr wnscht." Sie kniete neben dem zerstrten Tor zur 'Schmiede' nieder , wo sie zum letztenmal ihren Gatten sah, den Knig von Enroth, Roland. Und sie sprach ihre letzten Gebete. Als sie sie gesprochen hatte, bestieg sie ihr Ross, gab den verbliebenen Truppen, die das Massaker durch Finneas Vilmar berlebt hatten, ein Zeichen und dirigierte sie in Richtung Heimat. 
     Unterwegs dachte sie weiter darber nach, was der Gott ihr aufgetragen hatte. Sie fhlte sich von seiner friedvollen Stimme und seinem besonnenen Verhalten bewegt. Bereits auf dem Weg nach Hause wrde sie damit beginnen, zerbrochenene Grenzzune zu ihren Nachbarn auszubessern und die Ordnung in Erathia und Enroth wieder einkehren zu lassen - in der Welt von AvLee. Friedlich zusammenleben, miteinander Handel treiben, sich gegenseitig zu helfen in Zeiten der Krise. Das musste der Weg sein. So MUSSTE es sein. Stndig dachte sie daran: 'Wie wrde Roland die Beziehungen mit den anderen Fraktionen wieder herstellen?' Er wusste immer, wie man die Bewohner glcklich machen konnte.
     Aber gerade jetzt ist Roland nicht ganz er selbst...

Die Saga nimmt ihren Fortgang mit "Heroes of Might And Magic IV" (Winds of War).     


 